Login
Junges glückliches Paar nutzt einen Laptop im Bett und schaut sich dabei in die Augen

Geld in der Liebe: Finanzen fair und verlässlich regeln  

Zusammen geht’s besser: Das gilt auch in Geldfragen. Mit klaren Absprachen schaffen Sie Überblick und finden Lösungen, die für beide Partner passen. 

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein ehrlicher Austausch und klare Absprachen helfen, gemeinsam Lösungen zu finden.
  • Ob Gemeinschaftskonto, getrennte Konten oder Drei-Konten-Modell – wichtig ist, dass es für beide Partner passt.
  • Ein Haushaltsbudget schafft Überblick über Einnahmen und Ausgaben und zeigt Sparpotenziale auf.
  • Eine gerechte Aufteilung von Kosten muss nicht 50:50 sein. Sie kann sich auch am Einkommen orientieren.
  • Rechnen Sie mit Veränderungen. Sprechen Sie über Versicherungen und Vollmachten und passen Sie Ihre Finanzplanung regelmäßig an.

Offen sprechen und Kompromisse finden

Wer eine Beziehung führt, teilt früher oder später vieles miteinander: Zeit, Erlebnisse, vielleicht eine Wohnung – und irgendwann auch finanzielle Verantwortung. Zugleich hat jeder Mensch eigene Wünsche und Prioritäten. Eine Person möchte vielleicht campen, die andere bevorzugt ein Hotel. Manche geben gern Geld für ein Hobby aus, andere achten beim Einkauf besonders auf den Preis. 

Entscheidend ist, dass Sie Ihre Vorstellungen kennen und miteinander darüber sprechen. Klären Sie, welche Ausgaben Sie beide betreffen. Zeigen Sie Verständnis und finden Sie heraus, wo Kompromisse sinnvoll sind. 

Gemeinschaftskonto oder getrennte Konten? So finden Sie das beste Modell

Bei der Kontoführung stehen Paaren mehrere Möglichkeiten offen:

1. Sie nutzen ein Gemeinschaftskonto für alle Einnahmen und Ausgaben

So müssen Sie nicht bei jeder Rechnung klären, wer übernimmt. Gleichzeitig haften Sie gemeinsam, zum Beispiel wenn ein Partner das Konto überzieht. Liegen Konsumverhalten oder Einkommen weit auseinander, sollten Sie vorher klare Regeln vereinbaren.

Beachten Sie auch die Schenkungssteuer: Alltägliche Ausgaben über das Gemeinschaftskonto sind meist kein Thema. Zahlt eine Person jedoch einen größeren Betrag – wie eine Erbschaft – auf das Konto ein, kann die Hälfte als Schenkung an die andere Person gelten. Diese unterliegt der Schenkungssteuer. Ehepaare und Menschen in eingetragenen Lebenspartnerschaften haben alle zehn Jahre einen Freibetrag von 500.000 Euro. Für unverheiratete Paare liegt er bei 20.000 Euro.

2. Sie bleiben bei getrennten Einzelkonten

Jede Person behält die Kontrolle und trägt die eigenen Kosten selbst. Gemeinsame Ausgaben wie Miete oder Rundfunkbeitrag teilen Sie fair auf. Eine Person kann zunächst alles bezahlen und erhält monatlich den vereinbarten Anteil. Sie können sich auch abwechseln und jeweils bestimmte Rechnungen übernehmen.

Dieses Modell erfordert etwas mehr Abstimmung und eine gute Übersicht.

3. Sie entscheiden sich für das Drei-Konten-Modell

Jede Person behält ein eigenes Konto. Zusätzlich eröffnen Sie ein Gemeinschaftskonto. Darauf zahlen Sie regelmäßig einen vereinbarten Betrag ein und gemeinsame Kosten werden abgebucht. Persönliche Wünsche bezahlt jeder Partner vom eigenen Konto.

So verbinden Sie eigene Freiheit mit einer einfachen Lösung für gemeinsame Ausgaben.

Tipp: Haushaltsbuch in der Banking-App

Der FinanzLotse sortiert Ihre Kontoumsätze nach Kategorien wie Mobilität, Lebensmittel oder Versicherungen.

So sehen Sie auf einen Blick, wie viel Geld Sie im Monat für einzelne Bereiche ausgeben. 

Bildschirm eines Smartphones zeigt Umsatzübersicht in der BBBank App

Budget aufstellen und Sparziele bestimmen

Ein gemeinsames Haushaltsbudget macht Einnahmen und Ausgaben transparent. Erstellen Sie eine Liste Ihrer Fixkosten (Miete, Strom, Versicherungen) und variablen Kosten (Lebensmittel, Freizeit, Kleidung). Entscheiden Sie zusammen, wie viel Geld Sie darüber hinaus für Ihre Wünsche und Pläne zurücklegen möchten, sei es ein Auto, ein Haus, die Altersvorsorge oder die Familienplanung. So stellen Sie sicher, dass Sie wichtige Vorstellungen teilen und gemeinsam an einem Strang ziehen.

Ausgaben fair aufteilen

Nicht jedes Paar verdient gleich viel. Deshalb muss eine faire Kostenaufteilung nicht zwangsläufig 50 zu 50 bedeuten.

Viele Paare orientieren sich stattdessen am Einkommen. Wer beispielsweise 60 Prozent des gemeinsamen Einkommens verdient, übernimmt auch rund 60 Prozent der Kosten. Das kann für ein gerechteres Gefühl sorgen und entlastet den Partner oder die Partnerin mit geringerem Einkommen.

Gut zu wissen: Bei vielen Verträgen können Sie Kosten sparen, wenn Sie diese gemeinsam abschließen oder bündeln.

Schulden und finanzielle Altlasten: Ehrlichkeit schafft Vertrauen

Zu einer ehrlichen Finanzplanung gehören nicht nur Ersparnisse. Ob Studienkredite, Konsumschulden oder andere finanzielle Verpflichtungen – erst wenn beide die finanzielle Ausgangssituation kennen, lassen sich gemeinsame Entscheidungen vorausschauend treffen. Dabei gilt: Nicht jede finanzielle Verpflichtung wird automatisch zu einer gemeinsamen Verantwortung. Ein Kredit, der beispielsweise vor der Beziehung aufgenommen wurde, bleibt in der Regel eine persönliche Angelegenheit. Anders sieht es aus, wenn beide Partner gemeinsam einen Vertrag abschließen oder sich bewusst dazu entscheiden, eine Zahlung gemeinsam zu übernehmen.

Wichtig ist, zu klären:

  • Welche laufenden Zahlungsverpflichtungen gibt es?
  • Welche monatlichen Belastungen entstehen dadurch?
  • Welche Ziele haben wir beim Schuldenabbau?
  • Welche Ausgaben können wir reduzieren, um schneller voranzukommen?

Für alle Fälle vorsorgen

Unvorhersehbare Ereignisse können jederzeit eintreten. Sprechen Sie daher auch über Ihre gegenseitige Absicherung. Ein erster wichtiger Schritt ist der Blick auf bestehende Verträge. Manche Versicherungen lassen sich zusammenlegen, andere müssen angepasst oder ergänzt werden, zum Beispiel:

  • Private Haftpflichtversicherung
  • Hausratversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung 
  • Risikolebensversicherung
  • Private Altersvorsorge

Oft reicht eine gemeinsame Versicherung aus. So gewinnen Sie finanziellen Spielraum für gemeinsamen Ziele und Wünsche. 

Mit einer Bankvollmacht kann Ihr Partner oder Ihre Partnerin auf Konten zugreifen und wichtige Zahlungen erledigen, wenn Sie selbst nicht in der Lage dazu sind.

Gut zu wissen: Im Todesfall gehören Ehepartner zu den gesetzlichen Erben. Unverheiratete Paare können mit Verfügungen und Testamenten vorsorgen, damit ihre Wünsche berücksichtigt werden.

Tipp: Klären Sie außerdem, wie Sie im Fall einer Trennung mit gemeinsamen Verträgen, Konten und Vermögen umgehen möchten. Das gibt beiden Seiten Sicherheit.

Veränderungen gemeinsam meistern

Zusammenziehen, Hochzeit, Elternzeit, Jobwechsel oder der Kauf einer Immobilie verändern auch die finanzielle Situation. Deshalb lohnt es sich, die eigene Finanzplanung regelmäßig anzupassen. Ein gemeinsamer Finanz-Check einmal oder zweimal pro Jahr genügt oft schon, um auf Kurs zu bleiben.

Checkliste für Paare: Sind wir finanziell gut aufgestellt?

☐ Wir sprechen regelmäßig über Geld.

☐ Wir kennen unsere monatlichen Einnahmen und Ausgaben.

☐ Wir haben gemeinsame finanzielle Ziele definiert.

☐ Wir wissen, wie wir laufende Kosten fair aufteilen.

☐ Wir verfügen über einen gemeinsamen Notgroschen.

☐ Wir sparen regelmäßig für größere Wünsche.

☐ Wir kümmern uns gemeinsam um unsere Altersvorsorge.

☐ Unsere Versicherungen passen zu unserer aktuellen Lebenssituation.

☐ Wir sprechen offen über Kredite oder finanzielle Verpflichtungen.

☐ Wir überprüfen unsere Finanzplanung mindestens einmal im Jahr.

 

Auswertung

8 bis 10 Punkte treffen zu: Sehr gut! Ihre gemeinsame Finanzplanung steht auf einem stabilen Fundament.

5 bis 7 Punkte treffen zu: Sie sind bereits gut aufgestellt. Einige Bereiche bieten noch Potenzial.

0 bis 4 treffen zu: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, Ihre gemeinsamen Finanzen neu zu strukturieren und Schritt für Schritt zu verbessern.

Mit Teamwork die finanzielle Zukunft gestalten

Eine gute Finanzplanung braucht Offenheit, Vertrauen und regelmäßige Gespräche. Wer das berücksichtigt, vermeidet Konflikte und legt den Grundstein für gemeinsame Ziele. 

Sie haben Fragen zu Kontomodellen, Vorsorge oder Sparen? Wir sind gern für Sie da! Denn Better Banking bedeutet, dass Ihre Anliegen im Mittelpunkt stehen.

 

Lesen Sie weitere Artikel rund um gemeinsame Finanzen 

junges glückliches Paar sitzt auf Dach eines Campers, der Mann schaut durch ein Fernglas

Besser nutzen

Mehr Durchblick bei Einnahmen und Ausgaben

Ihre Finanzen besser verstehen – einfach auf Knopfdruck per FinanzLotse, Ihrem Online-Haushaltsbuch in der BBBank-Banking-App.

Artikel lesen
Eine lächelnde Frau sitzt auf dem Bett und schaut auf ihr Smartphone

Besser nutzen

Bereit für die Ferien? Tipps für einen Check mit der Banking-App

Vom Kartenlimit bis zu Push-Nachrichten: Mit unserer App starten Sie besser vorbereitet in Ihren Urlaub.   

Artikel lesen
Nahaufnahme eines Handydisplays mit Aktivierungsseite von wero auf dem Bildschirm

Besser wissen

Welche Rate kann ich mir leisten? So rechnen Sie richtig – und realistisch

Sie spielen mit dem Gedanken an eine eigene Immobilie? Finden Sie mit der Haushaltsrechnung heraus, welche Rate zu Ihren Einnahmen und Ausgaben passt.

Artikel lesen

Stand: 1. Oktober 2026