Wer einen Handyvertrag abschließen oder eine Kreditkarte beantragen will, kommt am Schufa-Score nicht vorbei. Die Bonitätsbewertung wird in vielen Lebensbereichen genutzt, um die Kreditwürdigkeit von Verbraucherinnen und Verbrauchern einzuschätzen. Umso wichtiger ist es, zu wissen, wie der Schufa-Score funktioniert.
Denn Better Banking beginnt, wo komplexe Themen verständlich werden.
Was ist der Schufa-Score überhaupt?
Die Schufa – kurz für „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung" – ist Deutschlands größte Wirtschaftsauskunftei. Der Schufa-Score ist eine Kennzahl, die aus gespeicherten Daten berechnet wird.
Er gibt an, wie wahrscheinlich es ist, dass Sie Ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Diese Prognose nutzen Vermieter, Banken und Händler als Entscheidungshilfe. So kann der persönliche Bonitätsscore mitentscheidend dafür sein, zu welchen Konditionen Ihnen ein Vertrag angeboten wird.
Warum hat die Schufa den neuen Score eingeführt?
Hintergrund ist unter anderem ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom Februar 2025: Auskunfteien müssen Betroffenen Informationen darüber geben, welche personenbezogenen Daten gespeichert sind und wie sie sich auf die berechnete Bonität auswirken – und diese Informationen müssen transparent, verständlich und leicht zugänglich sein.
Hinzu kommt: Das bisherige System war zu komplex. Die Schufa wollte ihre Bewertung einfacher und für alle nachvollziehbarer gestalten.
Was ändert sich beim Schufa-Score?
Das vielleicht auffälligste Merkmal: Statt eines Prozentwertes gibt es jetzt Punkte. Der Score bewegt sich auf einer Skala von 100 bis 999 Punkten. Je höher die Punktzahl, desto besser wird die Bonität eingeschätzt.
Wurden früher mehr als 250 Merkmale für das Scoring herangezogen, sind es jetzt nur noch die zwölf aussagekräftigsten.