BBBank Inform - September 2019

STARKES DUO

Beihilfe und Private Krankenversicherung bleiben für Beamtinnen und Beamte sowie Anwärter/innen erste Wahl

Quelle: raywoo/Fotolia

Nach dem Land Hamburg haben nunmehr vier weitere Länder die sogenannte Pauschale Beihilfe eingeführt. Berlin, Brandenburg, Bremen und Thüringen ermöglichen Beamtinnen und Beamten nun auch einen neu geregelten Zugang zur Gesetzlichen Krankenversicherung. Daneben gibt es auch in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein ähnliche Vorhaben in den jeweiligen Parlamenten. Baden-Württemberg und Bayern haben sich klar gegen solche Absichten positioniert.

Hamburg hat mit dem „Gesetz über die Einführung einer Pauschalen Beihilfe zur Flexibilisierung der Krankheitsvorsorge“ den Maßstab gesetzt und anderen Bundesländern offenbar die Orientierung gegeben. Das Hamburgische Beamtengesetz wurde zum 01.08.2018 um eine Form der pauschalen Beihilfegewährung für freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung oder in einer privaten Krankenvollversicherung versicherte Beihilfeberechtigte ergänzt. Die bisherige „individuelle“ Beihilfe bleibt bestehen.
 

Die Entscheidung für das neue Modell erfolgt freiwillig und bedarf eines schriftlichen Antrags. Dieser ist unwiderrufbar ausgestaltet. Pflegeleistungen sind nicht Teil der Pauschalen Beihilfe.

Nach dem Hamburger Modell beträgt die Pauschale Beihilfe grundsätzlich die Hälfte der anfallenden Kosten einer Krankenvollversicherung, unabhängig davon, ob eine Mitgliedschaft in der gesetzlichen oder der privaten Krankenversicherung besteht. Ergänzende „individuelle“ Beihilfen werden neben der Pauschalen Beihilfe nicht gewährt. Bei einem Anspruch auf Heilfürsorge (Polizeivollzug, Feuerwehr) wird die Beihilfe darüber hinaus bzw. daneben nur gewährt, wenn die Gewährung der Heilfürsorge abgelehnt wird.

Für viele angehende Beamte beginnt im Sommer die Ausbildungszeit. Die meisten von ihnen werden sich daher erstmals mit dem Thema Krankenversicherung beschäftigen müssen. Dabei tauchen erfahrungsgemäß zahlreiche Fragen auf. 94 Prozent der Beamten in Deutschland sind privat versichert. Denn die finanzielle Unterstützung des Dienstherrn für Beamte (Beihilfe) und die ergänzende private Krankenversicherung passen perfekt zusammen. Das Informationsportal „Beamte in der PKV“ zeigt, warum das so ist und erklärt wichtige Fachbegriffe. Eine Checkliste bietet Orientierung auf dem Weg zu einer maßgeschneiderten Krankenversicherung. Die private Krankenversicherung steht allen Neubeamten offen, unabhängig von Vorerkrankungen oder Behinderungen. Dieses Angebot gilt auch für Beamte in der Ausbildung.

Für Beamtenanwärter und Referendare hat der PKV-Verband eine neue Webseite ins Netz gestellt: www.beamte-in-der-pkv.de

Entscheidungen zur Krankenversicherung sind in der Regel lange bindend. Mehr Informationen zur Beihilfe und den Neuregelungen in den Ländern finden Sie im Ratgeber „Beihilfe in Bund und Ländern“, den der Deutsche Beamtenwirtschaftsring e.V. (DBW) neu aufgelegt hat. Kunden der BBBank zahlen für den Ratgeber den Vorzugspreis von 5,00 Euro zzgl. 2,50 Euro Versand.