BBBank Inform - April 2017

Bundesinnenministerium

Digitalisierung: Chancen sicher nutzen

IT-Sicherheit stand diesmal im Fokus des Bundesinnenministeriums (BMI) auf der Cebit. Aus der Perspektive der Bürger hat sich eine „Bürgerreporterin“ am Stand des BMI und seinen Mit-Ausstellern umgesehen und umgehört. Dabei ist sie auf Projekte und Ideen gestoßen, die die Chancen der Digitalisierung nutzen und unser Leben vereinfachen.

Für das Bundesinnenministerium (BMI) ist Sicherheit von IT- und internetbasierten Anwendungen die zwingende Voraussetzung für den Erfolg der Digitalisierung. Auf der kürzlich stattgefundenen CeBIT hat das BMI hierin auch einen Schwerpunkt beim "werblichen Auftritt des Ministeriums" gesehen. Um diesem komplexen, aber wichtigen Thema aus der Perspektive der Bürger auf den Grund zu gehen, hat sich eine Bürgerreporterin auf der CeBIT beim BMI und seinen Mit-Ausstellern auf dem Stand umgesehen und umgehört.

So skizzierte Staatssekretär Klaus Vitt, als "Bundes-CIO" zuständig für alle IT- und Digitalisierungsaufgaben im Verantwortungsbereich des BMI, seine Aufgaben. Dazu gehört auch, die Bevölkerung mit verschiedensten Maßnahmen und mit Unterstützung von Kooperationspartnern für die erhöhte "digitale Verwundbarkeit" der zunehmend vernetzten Welt zu sensibilisieren.

Besonders wichtig dabei sind umfassende und verständliche Informationen zur Vorbeugung sowie zum Schutz vor Risiken wie Datendiebstahl und Erpresser-Software, aber auch zu den Gefahren beim allzu sorglosen Umgang mit sozialen Medien.

Informieren und Sensibilisieren

Gerade die Initiative Deutschland sicher im Netz e.V. (DsIN) (https://www.sicher-im-netz.de) - unter der Schirmherrschaft des Bundesinnenministers - leistet einen bedeutenden Beitrag zur Aufklärung. Die DsiN-Mitarbeiter am Stand des BMI berichten über die neuesten Aktivitäten mit dem Ziel, eine souveräne und sichere IT- und Internetnutzung in der Bevölkerung zu fördern. Dazu zählt auch das Projekt "Digitale Nachbarschaft" (https://www.digitale-nachbarschaft.de), bei dem Bürger kostenfrei und praxisnah zu "Scouts" ausgebildet werden. Sie können dann dieses Wissen rund um Themen wie IT- und E-Mail-Sicherheit oder Daten in sozialen Netzwerken an andere in ihrer Umgebung weitergeben und die Sicherheitskompetenz rund um IT- und Internetsicherheit verstärken. Immer noch unverzichtbar ist, Passwörter sicher zu gestalten. Um die Wahl, und auch das Merken, eines langen Passworts zu erleichtern, hat DsiN in Kooperation mit Datev eine Passwortkarte entwickelt. Diese können Interessierte am Messestand abholen oder direkt bei DsiN bestellen.

Bürger informieren sich beim Stand des BSI

Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) war auf der CeBIT mit einem Ausstellungsstand vertreten. Das BSI ist ein Geschäftsbereich des BMI und nimmt die Funktion der nationalen Cyber-Sicherheitsbehörde Deutschlands wahr. Dazu gehört beispielsweise die Umsetzung des IT-Sicherheitsgesetzes, bei dem es um die Sicherheit der IT-Steuerung von kritischen Infrastrukturen (KRITIS) wie Strom-, Wasser- und Gesundheitsversorgung geht. Sicherzustellen, dass diese Dienste auch im Falle eines Cyber-Angriffs reibungslos fortbestehen, hat enorme Bedeutung für die Gesellschaft. Zudem arbeitet das BSI mit anderen Wirtschaftsunternehmen auf verschiedene Weise eng zusammen.

Chancen im Vordergrund

Bei allen Risiken sollte das Hauptaugenmerk jedoch auf den Chancen der Digitalisierung liegen. Dafür unterstützt und fördert das BMI vielfältige Projekte und Ideen. So wird beispielsweise in einer Kooperation zwischen dem BMI und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt der ZKI-DE Service betrieben. Dabei werden Luft- und Satellitenbilder sowie andere Fernerkundungstechnologien bereitgestellt, mit denen verschiedene Anwendungsfelder unterstützt werden können. Diese reichen vom Katastrophenschutz über das Krisenmanagement, beispielsweise nach Naturkatastrophen, bis hin zur polizeilichen und sicherheitsbehördlichen Arbeit.

Die Hürden bei Verwaltungsangelegenheiten für Bürger immer weiter abzusenken, ist und bleibt eines der bedeutendsten Digitalisierungs-Ziele des BMI. Veranschaulicht wurde dies mit dem Bürgerservice-Terminal, das ebenfalls vor Ort zu besichtigen war. Es erinnert nicht nur äußerlich an einen Geld- oder Fahrkartenautomaten, sondern ist ebenso einfach zu bedienen - und das rund um die Uhr, an sieben Tagen die Woche.

Bis zu 70 verschiedene Verwaltungsanliegen, etwa die Bestellung von Mülltonnen oder des Kfz-Wunschkennzeichens, können daran vorgenommen werden. Je nachdem, ob für ein Anliegen besonders sensible Daten nötig sind, ist eine Authentifizierung mit der Online-Ausweisfunktion des Personalausweises nötig. Für unkritische Belange genügt die Anmeldung mit Passwort. Viele Verwaltungsangelegenheiten sollen künftig online erledigt werden können.

Gezeigt wird auch, wie in Zukunft melderechtliche Angelegenheiten, etwa bei Umzügen, über Bürgerterminals erledigt werden können - eine große Erleichterung, denn gerade bei einem Wohnungswechsel fällt viel Arbeit an.

Foto: Minerva Studio / Adobe Stock